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Frequenzwechsel

Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Frequenzwechsel, ein gemeinnütziger Verein, baut auf der Holdenweid bei Hölstein ein Impulszentrum auf, das in vier Geschäftsbereichen tätig ist: Lebenshilfe, Kultur, Umweltgestaltung und Forschung. Die Durchdringung der verschiedenen Bereiche braucht es, weil nur durch die Bildung eines Kreislaufes jene Zusammenhänge entstehen, in denen aktuelle Herausforderungen modellhaft anders gelöst werden können, als es in der freien Marktwirtschaft der Fall ist. Veränderung kann heute nur noch im Rahmen eines Feldes angegangen werden, und niemals in einem isolierten Bereich alleine. Frequenzwechsel heisst Frequenzwechsel, weil es einen solchen braucht, um die Probleme zu lösen, die weltweit anstehen. Denn die Art und Weise, wie wir heute denken und leben, hat schlicht keine Zukunft. In Albert Einsteins Worten "... man kann ein Problem nicht mit derselben Logik lösen, durch die es entstanden ist ..."

Immer wieder fragen uns die Menschen, was es denn brauche, um bei Frequenzwechsel mitzuwirken. In erster Linie die Bereitschaft, die Arbeit am Aussen und am Innen - sprich an Materie und Geist - als gleichwertig zu behandeln. Es braucht die Bereitschaft, die eigenen Beweggründe und Triebkräfte so zu klären und zu transformieren, dass nicht die individuellen Muster, das im eigenen Leben zu kurz Gekommene oder die bloss selbstsüchtigen Wünsche im Vordergrund stehen. Denn die Folgen dieser Handlungs-Ursachen kann man sowohl im eigenen Umfeld als auch weltweit beobachten: allgemeine Partikularisierung, Vereinsamung sowohl von jungen als auch älteren Menschen, Raubbau an allen Ressourcen, Frust-Bewältigung durch Projektion auf einen Schuldigen etc. Die Wirklichkeit aber, in der wir leben, bildet sich aus der Gesamtsumme aller Wirkungen, die von uns Menschen ausgeht. Um diese mit unserem Denken und Sein in ein Ursache-Wirkungsverhältnis zu bringen braucht es eine bisweilen äusserst anstrengende und mühselige Auseinandersetzung mit allen Facetten der Wirklichkeit, die wir im Grossen so wie im Kleinen erschaffen. Diese von allen wahrnehmbare Wirklichkeit bildet den Massstab, anhand dem Konsequenzen für unser Verhalten, für unser Denken und Sein abgeleitet werden muss. Im Zentrum solcher Auswertungen steht die Frage, was ganz grundsätzlich förderlich und aufbauend für die menschliche Entfaltung ist, und was tendenziell in eine Sackgasse führt. Anstatt uns hinter Sachzwängen zu verschanzen - die nie einfach als Solche vom Himmel fallen, sondern IMMER durch unser Weltbild, durch unser Sein und Denken gebildet werden - stellen wir die individuelle Gestaltungskraft in den Vordergrund und versuchen, Rahmenbedingungen zu schaffen für ein erweitertes Sein und Denken. Das erfordert die Bereitschaft und die Selbstdisziplin, das eigene Sein und Denken nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern in jeder Sekunde zu ergreifen und bewusst zu gestalten. Das heisst - Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für alles, was wir denken und tun. 

Zum Angebot im Bereich Lebenshilfe gehören u.a. individuelle Beratungen, Seminare und Workshops sowie Theaterarbeit als Training im Bereich Präsenz, Stimmbildung und Selbstüberwindung. Hinzu kommt ein erlebnispädagogischer Seil-Parcours mit Schwerpunkt Teambildung. Time-Out Angebote, Beratungen und Seminare finden im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten bereits jetzt statt. 

Im Bereich Kultur gestalten wir mit unserer „Kultur der Wirklichkeit“ ein ganzheitliches Angebot, das Körper, Geist und Seele gleichermassen nährt und inspiriert. Dazu gehört die Erlebnis-Gaststätte „TankStelle“ mit unterschiedlich gestalteten Zonen. Daneben werden Veranstaltungsreihen angeboten; Konzerte, Lesungen, Theater und vieles mehr.

Der Bereich Umweltgestaltung befasst sich mit einer Sensibilisierung für Umweltthemen und mit der Gestaltung und Pflege des umliegenden Landes. Es entstehen Gemeinschaftsgärten, und auf den grösseren Flächen werden langfristig kostbare Nischenpflanzen angebaut. Das  Konzept wurde inspiriert durch Projekte wie die „Prinzessinnengärten“ in Berlin und die Naturschutzzone des Chilpen bei Diegten.

Der Bereich Forschung ist transdisziplinär ausgerichtet und wird sich vorerst auf die Grundlagenforschung konzentrieren. Es geht darum, die heutigen spezialisierten Wissenschaften durch eine Wissenschaft des Lebendigen zu ergänzen. Dabei wird sich zeigen, warum unsere bisherige Art des Forschens Teile der Wirklichkeit gar nicht sichtbar machen kann. Auf der Holdenweid sollen erweiterte Forschungsformen entwickelt werden, deren Ergebnisse wiederum in die allgemeine Schulwissenschaft einfliessen.