RAUM UND SEIN

In meiner Arbeit steht das Ereignis im Mittelpunkt, wo der Besucher nicht Kunst Konsument ist, sondern Kunst-Teilhaber. Gemeinsam mit einem Team erschaffen wir Welten, welche die Grenzen von Sparten, von Ausdrucks-möglichkeiten und die damit implizit einhergehenden Konventionen ausloten. Meine Auseinandersetzung bewegt sich auf zwei Ebenen; auf jener des künstlerischen Ausdruckes einerseits, und der künstlerischen Präsentation als Form andererseits weil diese letztlich über die Art und Weise der Begegnung mit Kunst bestimmt. Es geht darum, die künstlerische Arbeit nicht nur als ästhetische Aktie zu verstehen, deren hauptsächliches Ziel von vornherein darin besteht, Objekt des Begehrens im Reigen von Kuratoren, Kunstmarkt und Investoren zu werden. Es geht darum, die Werkmacht eines Werkes in den Mittelpunkt zu stellen, und lebendige Möglichkeitsräume zwischen Besucher und Werk zu erschaffen. In meiner Arbeit steht das Aktivieren des Besuchers im Mittelpunkt. Heute geht es für mich nicht mehr darum, einfach zuzuschauen und passiv zu reagieren. Sondern mit voller Aufmerksamkeit vom Betrachter zum Beteiligten werden, zum selbst kreativ handelnden und zwar sowohl in der Kunst als auch im realen Leben.